BIND ist ein Open-Source-Programmpaket für die Namensauflösung im Domain Name System. Sein Name geht zurück auf den Berkeley Internet Name Domain Server, kurz BIND Server. Neben dem Server umfasst das Programmpaket einen Client und Testprogramme. Der Server ist mit weitem Abstand der verbreitetste seiner Art im Internet. Aufgrund seiner weiten Verbreitung und der zeitnahen Umsetzung der aktuellen DNS-RFCs gilt BIND seit Jahren als DNS-Referenzsoftware.

Wer aus Gründen der Geschwindigkeit oder Sicherheit (zB sollen DNS-Anfragen nicht geloggt werden) nicht auf Public-DNS-Anbieter wie Google Public DNS oder OpenDNS bzw. den DNS-Servers des eigenen Internet-Providers verwenden möchte, hat mit BIND die ideale Software, um seinen eigenen DNS-Server in den eigenen Wänden zu betreiben.

Installation

sudo apt-get install bind9 bind9utils

Konfiguration

Die Konfiguration findet in der Datei /etc/bind/named.conf.options statt. Am Ende innerhalb des option-Blocks wird recursion yes; hinzugefügt. 

Nach einem Neustart von BIND mittels sudo /etc/init.d/bind9 restart sollte der DNS-Server Anfragen entgegen nehmen und verarbeiten können.

Am Client bzw. Router wird nun jene IP-Adresse eingetragen, auf dem der BIND-Server installiert wurde.

Es sollte möglich sein, einen Host zu pingen...

ping -c 1 google.com

... oder weitere Infos zu einem Host anzeigen lassen

dig virtualweb.at

Bei "Query time" sieht man beim ersten Aufruf eine wesentlich höhere Zahl als beim zweiten Aufruf. Dies kommt daher, dass nach dem ersten Aufruf die Daten im internen Cache (RAM) gehalten werden und von nun an (bis zum erreichen der TTL) von dort aus gelesen werden.